Texte aus gemeinfreien Stücken

Monologe zum Vorsprechen

26 Monologe von Goethe, Schiller, Lessing, Kleist und Büchner: Frauen- und Männerrollen, dramatisch und komisch, viele unter zwei Minuten. In der Tabelle stehen Genre, Rolle und Dauer, auf der Seite des Monologs die Situation, der volle Text und die Ausgabe. Such dir einen aus und probe ihn in qbuddy.

Alle Monologe in einer Tabelle

Sortiert nach Autor und Jahr. Die Minuten sind die geschätzte Dauer, laut gesprochen. Über den Namen der Figur kommst du zur Seite mit der Situation und dem vollen Text.

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Alle Monologe: Figur, Stück, Genre, Rolle, Wörter und Minuten laut gesprochen
FigurGenreMinuten
Franz Moor: „Ich habe grosse Rechte, über die Natur ungehalten zu seyn“Die Räuber · Friedrich Schiller, 1781 · MännerrolleFranz Moor: „Ich habe grosse Rechte, über die Natur ungehalten zu seyn“ ProbenDrama3
Franz Moor: „Weg mit diesem Bild! weg, feige Memme!“Die Räuber · Friedrich Schiller, 1781 · MännerrolleFranz Moor: „Weg mit diesem Bild! weg, feige Memme!“ ProbenDrama3
Karl Moor: „Höre sie nicht, Rächer im Himmel!“Die Räuber · Friedrich Schiller, 1781 · MännerrolleKarl Moor: „Höre sie nicht, Rächer im Himmel!“ ProbenDrama1
Elisabeth: „O Sklaverei des Volksdiensts!“Maria Stuart · Friedrich Schiller, 1801 · FrauenrolleElisabeth: „O Sklaverei des Volksdiensts!“ ProbenDrama3
Maria Stuart: „Eilende Wolken! Segler der Lüfte!“Maria Stuart · Friedrich Schiller, 1801 · FrauenrolleMaria Stuart: „Eilende Wolken! Segler der Lüfte!“ ProbenDrama1
Mortimer: „Geh’, falsche, gleißnerische Königin!“Maria Stuart · Friedrich Schiller, 1801 · MännerrolleMortimer: „Geh’, falsche, gleißnerische Königin!“ ProbenDrama2
Gertrud Stauffacher: „Mein lieber Herr und Ehewirth!“Wilhelm Tell · Friedrich Schiller, 1804 · FrauenrolleGertrud Stauffacher: „Mein lieber Herr und Ehewirth!“ ProbenDrama1
Wilhelm Tell: „Durch diese hohle Gasse muß er kommen“Wilhelm Tell · Friedrich Schiller, 1804 · MännerrolleWilhelm Tell: „Durch diese hohle Gasse muß er kommen“ ProbenDrama3
Lucile: „Es ist doch was wie Ernst daran“Dantons Tod · Georg Büchner, 1835 · FrauenrolleLucile: „Es ist doch was wie Ernst daran“ ProbenDrama1
Marion: „Meine Mutter war eine kluge Frau“Dantons Tod · Georg Büchner, 1835 · FrauenrolleMarion: „Meine Mutter war eine kluge Frau“ ProbenDrama4
Alte Frau: „Es war einmal ein arm Kind“Woyzeck · Georg Büchner, 1837 · Frei besetzbarAlte Frau: „Es war einmal ein arm Kind“ ProbenDrama1
Ausrufer: „Meine Herren und Damen!“Woyzeck · Georg Büchner, 1837 · Frei besetzbarAusrufer: „Meine Herren und Damen!“ ProbenKomödie1
Marie: „Und ist kein Betrug in seinem Munde erfunden worden“Woyzeck · Georg Büchner, 1837 · FrauenrolleMarie: „Und ist kein Betrug in seinem Munde erfunden worden“ ProbenDrama2
Woyzeck: „Das Messer? – Wo ist das Messer?“Woyzeck · Georg Büchner, 1837 · MännerrolleWoyzeck: „Das Messer? – Wo ist das Messer?“ ProbenDrama1
Der Prinz: „Klagen, nichts als Klagen!“Emilia Galotti · Gotthold Ephraim Lessing, 1772 · MännerrolleDer Prinz: „Klagen, nichts als Klagen!“ ProbenDrama1
Emilia Galotti: „Eben hatt’ ich mich!“Emilia Galotti · Gotthold Ephraim Lessing, 1772 · FrauenrolleEmilia Galotti: „Eben hatt’ ich mich!“ ProbenDrama2
Gräfin Orsina: „Stecken Sie bey Seite!“Emilia Galotti · Gotthold Ephraim Lessing, 1772 · FrauenrolleGräfin Orsina: „Stecken Sie bey Seite!“ ProbenDrama2
Nathan: „Hm! hm! – wunderlich! Wie ist mir denn?“Nathan der Weise · Gotthold Ephraim Lessing, 1779 · MännerrolleNathan: „Hm! hm! – wunderlich! Wie ist mir denn?“ ProbenDrama2
Der Graf vom Strahl: „Nun will ich hier, wie ein Schäfer liegen und klagen“Das Käthchen von Heilbronn · Heinrich von Kleist, 1810 · MännerrolleDer Graf vom Strahl: „Nun will ich hier, wie ein Schäfer liegen und klagen“ ProbenDrama3
Frau Marthe Rull: „Nichts seht ihr, mit Verlaub, die Scherben seht ihr“Der zerbrochne Krug · Heinrich von Kleist, 1811 · FrauenrolleFrau Marthe Rull: „Nichts seht ihr, mit Verlaub, die Scherben seht ihr“ ProbenKomödie2
Ruprecht: „Drauf – wie ich über’n Lindengang mich näh’re“Der zerbrochne Krug · Heinrich von Kleist, 1811 · MännerrolleRuprecht: „Drauf – wie ich über’n Lindengang mich näh’re“ ProbenKomödie1
Iphigenie: „Heraus in eure Schatten, rege Wipfel“Iphigenie auf Tauris · Johann Wolfgang von Goethe, 1787 · FrauenrolleIphigenie: „Heraus in eure Schatten, rege Wipfel“ ProbenDrama3
Faust: „Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles“Faust. Der Tragödie erster Teil · Johann Wolfgang von Goethe, 1808 · MännerrolleFaust: „Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles“ ProbenDrama2
Faust: „Habe nun, ach! Philosophie“Faust. Der Tragödie erster Teil · Johann Wolfgang von Goethe, 1808 · MännerrolleFaust: „Habe nun, ach! Philosophie“ ProbenDrama3
Gretchen: „Ach neige, du Schmerzenreiche“Faust. Der Tragödie erster Teil · Johann Wolfgang von Goethe, 1808 · FrauenrolleGretchen: „Ach neige, du Schmerzenreiche“ ProbenDrama1
Gretchen: „Meine Ruh’ ist hin, mein Herz ist schwer“Faust. Der Tragödie erster Teil · Johann Wolfgang von Goethe, 1808 · FrauenrolleGretchen: „Meine Ruh’ ist hin, mein Herz ist schwer“ ProbenDrama1

Die bekanntesten Monologe zum Vorsprechen

Aus den gemeinfreien Texten, nach Bekanntheit geordnet, wie wir sie einschätzen. Zu jedem die Situation in wenigen Sätzen; Text und Ausgabe stehen auf seiner Seite.

  1. 1

    Wilhelm Tell: „Durch diese hohle Gasse muß er kommen“

    Wilhelm Tell, Friedrich Schiller, 1804 · 357 Wörter

    Die hohle Gasse bei Küßnacht. Tell wartet mit der Armbrust auf den Landvogt Geßler, der ihn gezwungen hat, den Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Der stille Jäger rechtfertigt vor sich selbst den ersten Mord seines Lebens. Hier der erste Teil des Monologs, bis zum Schwur auf die Bogensehne.

  2. 2

    Faust: „Habe nun, ach! Philosophie“

    Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe, 1808 · 427 Wörter

    Nacht, ein enges gotisches Studierzimmer. Faust hat alle vier Fakultäten studiert und weiß, dass er nichts weiß. Er zieht Bilanz über ein Leben zwischen Büchern, verflucht das Mauerloch, in dem er sitzt, und wendet sich der Magie zu: Er will erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Der Anfang des Eröffnungsmonologs, ungekürzt bis zum Zeichen des Makrokosmos.

  3. 3

    Gretchen: „Meine Ruh’ ist hin, mein Herz ist schwer“

    Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe, 1808 · 133 Wörter

    Gretchens Stube, am Spinnrad, allein. Sie hat Faust zweimal gesehen, und nichts ist mehr, wie es war. Das Lied am Spinnrad ist ein Monolog in Strophen: Sehnsucht, die sich nicht beruhigen lässt.

  4. 4

    Elisabeth: „O Sklaverei des Volksdiensts!“

    Maria Stuart, Friedrich Schiller, 1801 · 396 Wörter

    Vierter Aufzug, Elisabeth allein. Das Todesurteil für Maria liegt auf dem Tisch. Elisabeth hadert mit dem Volk, dessen Gunst sie braucht, mit Maria, die ihr alles streitig macht, mit dem Makel ihrer Geburt. Sie redet sich zur Unterschrift und unterschreibt. Den Befehl, das Urteil zu vollstrecken, gibt sie nicht.

  5. 5

    Franz Moor: „Ich habe grosse Rechte, über die Natur ungehalten zu seyn“

    Die Räuber, Friedrich Schiller, 1781 · 380 Wörter

    Franz hat dem alten Moor einen gefälschten Brief über seinen Bruder Karl vorgelesen und ihn aus dem Zimmer getrieben. Allein geblieben, legt er seine Rechnung offen: die Natur, die ihn hässlich und als Zweiten geboren hat, das Gewissen, die Blutliebe. Aus dem Eröffnungsmonolog des Schurken, gekürzt auf den Kern.

  6. 6

    Iphigenie: „Heraus in eure Schatten, rege Wipfel“

    Iphigenie auf Tauris, Johann Wolfgang von Goethe, 1787 · 363 Wörter

    Hain vor Dianens Tempel auf Tauris. Iphigenie, Priesterin wider Willen, tritt aus dem Tempel und spricht aus, was sie jahrelang verschwiegen hat: das Heimweh nach Griechenland und das Los der Frau, die nirgends über sich bestimmt. Der Eröffnungsmonolog, in Blankversen.

  7. 7

    Marie: „Und ist kein Betrug in seinem Munde erfunden worden“

    Woyzeck, Georg Büchner, 1837 · 211 Wörter

    Mariens Stube. Marie hat Woyzeck mit dem Tambourmajor betrogen, und Woyzeck weiß es. Allein mit dem Kind blättert sie in der Bibel, liest von der Ehebrecherin und von der Sünderin, die Jesus die Füße salbt, und kann nicht beten. Büchners knappste Frauenszene.

  8. 8

    Frau Marthe Rull: „Nichts seht ihr, mit Verlaub, die Scherben seht ihr“

    Der zerbrochne Krug, Heinrich von Kleist, 1811 · 211 Wörter

    Gerichtsstube in Huisum. Frau Marthe klagt wegen eines zerbrochenen Kruges und beschreibt dem Gericht erst einmal, was der Krug war: die ganze niederländische Geschichte auf einem Stück Ton. Ein Paradestück für komische Wut, vor einem Richter, der selbst der Täter ist.

  9. 9

    Nathan: „Hm! hm! – wunderlich! Wie ist mir denn?“

    Nathan der Weise, Gotthold Ephraim Lessing, 1779 · 229 Wörter

    Der Sultan hat Nathan zu sich bestellt und, statt Geld zu fordern, gefragt, welcher Glaube der wahre sei. Allein geblieben, wittert Nathan die Falle und sucht den Ausweg, der ihn zur Ringparabel führt. Ein Mann, der denkt, während er spricht, in Blankversen.

Was fehlt: Dürrenmatt und Frisch, alle Lebenden wie Jelinek, dazu neuere Übersetzungen von Shakespeare und Tschechow. Die Rechte liegen bei den Autorinnen und Autoren und ihren Verlagen. Für einen solchen Text nimm das Textbuch deiner Produktion oder den Monolog aus deiner gekauften Ausgabe und lade ihn in die App.

Alle Monologe zum Anlesen

Faust. Der Tragödie erster Teil · Johann Wolfgang von Goethe

Faust: „Habe nun, ach! Philosophie“

Habe nun, ach! Philosophie, Juristerey und Medicin, Und leider auch Theologie! Durchaus studirt, mit heißem Bemühn. Da steh’ ich nun, ich armer Thor! Und bin so klug als wie zuvor;

Faust · 427 Wörter · 3 Min. laut gesprochen

Faust. Der Tragödie erster Teil · Johann Wolfgang von Goethe

Faust: „Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles“

Erhabner Geist, du gabst mir, gabst mir alles, Warum ich bat. Du hast mir nicht umsonst Dein Angesicht im Feuer zugewendet. Gabst mir die herrliche Natur zum Königreich, Kraft, sie

Faust · 234 Wörter · 2 Min. laut gesprochen

Faust. Der Tragödie erster Teil · Johann Wolfgang von Goethe

Gretchen: „Meine Ruh’ ist hin, mein Herz ist schwer“

Meine Ruh’ ist hin, Mein Herz ist schwer; Ich finde sie nimmer und nimmermehr. Wo ich ihn nicht hab’ Ist mir das Grab, Die ganze Welt Ist mir vergällt. Mein armer Kopf Ist mir verr

Gretchen · 133 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Faust. Der Tragödie erster Teil · Johann Wolfgang von Goethe

Gretchen: „Ach neige, du Schmerzenreiche“

Ach neige, Du Schmerzenreiche, Dein Antlitz gnädig meiner Noth! Das Schwert im Herzen, Mit tausend Schmerzen Blickst auf zu deines Sohnes Tod. Zum Vater blickst du, Und Seufzer sch

Gretchen · 147 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Maria Stuart · Friedrich Schiller

Maria Stuart: „Eilende Wolken! Segler der Lüfte!“

O dank, dank diesen freundlich grünen Bäumen, Die meines Kerkers Mauern mir verstecken! Ich will mich frei und glücklich träumen, Warum aus meinem süßen Wahn mich wecken? Umfängt m

Maria Stuart · 108 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Maria Stuart · Friedrich Schiller

Elisabeth: „O Sklaverei des Volksdiensts!“

O Sklaverei des Volksdiensts! Schmähliche Knechtschaft – Wie bin ichs müde, diesem Götzen Zu schmeicheln, den mein Innerstes verachtet! Wann soll ich frei auf diesem Throne stehn!

Elisabeth · 396 Wörter · 3 Min. laut gesprochen

Maria Stuart · Friedrich Schiller

Mortimer: „Geh’, falsche, gleißnerische Königin!“

Geh’, falsche, gleißnerische Königin! Wie du die Welt, so täusch’ ich dich. Recht ist’s, Dich zu verrathen, eine gute That! Seh’ ich aus wie ein Mörder? Lasest du Ruchlose Fertigke

Mortimer · 209 Wörter · 2 Min. laut gesprochen

Wilhelm Tell · Friedrich Schiller

Wilhelm Tell: „Durch diese hohle Gasse muß er kommen“

Durch diese hohle Gasse muß er kommen, Es führt kein andrer Weg nach Küßnacht – Hier Vollend ichs – Die Gelegenheit ist günstig. Dort der Hollunderstrauch verbirgt mich ihm, Von do

Wilhelm Tell · 357 Wörter · 3 Min. laut gesprochen

Wilhelm Tell · Friedrich Schiller

Gertrud Stauffacher: „Mein lieber Herr und Ehewirth!“

Mein lieber Herr und Ehewirth! Magst du Ein redlich Wort von deinem Weib vernehmen? Des edeln Ibergs Tochter rühm ich mich, Des viel erfahrnen Mann’s. Wir Schwestern saßen, Die Wol

Gertrud Stauffacher · 147 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Die Räuber · Friedrich Schiller

Franz Moor: „Ich habe grosse Rechte, über die Natur ungehalten zu seyn“

Ich habe grosse Rechte, über die Natur ungehalten zu seyn, und bey meiner Ehre! ich will sie geltend machen. – Warum bin ich nicht der erste aus Mutterleib gekrochen? Warum nicht d

Franz Moor · 380 Wörter · 3 Min. laut gesprochen

Die Räuber · Friedrich Schiller

Franz Moor: „Weg mit diesem Bild! weg, feige Memme!“

Weg mit diesem Bild! weg, feige Memme! was zagst du und vor wem? ist mirs nicht die wenige Stunden, die der Graf in diesen Mauren wandelt, als schlich immer ein Spion der Hölle mei

Franz Moor · 366 Wörter · 3 Min. laut gesprochen

Die Räuber · Friedrich Schiller

Karl Moor: „Höre sie nicht, Rächer im Himmel!“

Höre sie nicht, Rächer im Himmel! – Was kann ich dafür? Was kannst du dafür, wenn deine Pestilenz, deine Theurung, deine Wasserfluten, den Gerechten mit dem Bösewicht auffressen? W

Karl Moor · 149 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Emilia Galotti · Gotthold Ephraim Lessing

Emilia Galotti: „Eben hatt’ ich mich!“

Eben hatt’ ich mich! – weiter von dem Altare, als ich sonst pflege, – denn ich kam zu spät – auf meine Knie gelassen. Eben fieng ich an, mein Herz zu erheben: als dicht hinter mir

Emilia Galotti · 259 Wörter · 2 Min. laut gesprochen

Emilia Galotti · Gotthold Ephraim Lessing

Gräfin Orsina: „Stecken Sie bey Seite!“

Stecken Sie bey Seite! geschwind bey Seite! – Mir – wird die Gelegenheit versagt, Gebrauch davon zu machen. Ihnen wird sie nicht fehlen, diese Gelegenheit: und Sie werden sie ergre

Gräfin Orsina · 214 Wörter · 2 Min. laut gesprochen

Emilia Galotti · Gotthold Ephraim Lessing

Der Prinz: „Klagen, nichts als Klagen!“

Klagen, nichts als Klagen! Bittschriften, nichts als Bittschriften! – Die traurigen Geschäffte; und man beneidet uns noch! – Das glaub’ ich; wenn wir allen helfen könnten: dann wär

Der Prinz · 79 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Der zerbrochne Krug · Heinrich von Kleist

Frau Marthe Rull: „Nichts seht ihr, mit Verlaub, die Scherben seht ihr“

Nichts seht ihr, mit Verlaub, die Scherben seht ihr; Der Krüge schönster ist entzwei geschlagen. Hier grade auf dem Loch, wo jetzo nichts, Sind die gesammten niederländischen Provi

Frau Marthe Rull · 211 Wörter · 2 Min. laut gesprochen

Der zerbrochne Krug · Heinrich von Kleist

Ruprecht: „Drauf – wie ich über’n Lindengang mich näh’re“

Drauf – wie ich über’n Lindengang mich näh’re, Bei Marthens, wo die Reihen dicht gewölbt, Und dunkel, wie der Dom zu Utrecht, sind, Hör’ ich die Gartenthüre fernher knarren. Sieh d

Ruprecht · 124 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Das Käthchen von Heilbronn · Heinrich von Kleist

Der Graf vom Strahl: „Nun will ich hier, wie ein Schäfer liegen und klagen“

Nun will ich hier, wie ein Schäfer liegen und klagen. Die Sonne scheint noch rötlich durch die Stämme, auf welchen die Wipfel des Waldes ruhn; und wenn ich, nach einer kurzen Viert

Der Graf vom Strahl · 397 Wörter · 3 Min. laut gesprochen

Woyzeck · Georg Büchner

Marie: „Und ist kein Betrug in seinem Munde erfunden worden“

„Und ist kein Betrug in seinem Munde erfunden worden“ ... Herrgott, Herrgott! Sieh mich nicht an! (Blättert weiter.) „Aber die Pharisäer brachten ein Weib zu ihm, so im Ehebruch le

Marie · 211 Wörter · 2 Min. laut gesprochen

Woyzeck · Georg Büchner

Woyzeck: „Das Messer? – Wo ist das Messer?“

Das Messer? — Wo ist das Messer? — Ich habs da gelassen. — Näher, noch näher. — Mir graut’s — Da regt sich was. Still! — Alles still und todt. — Mörder! Mörder! Ha! da ruft’s. Nein

Woyzeck · 191 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Woyzeck · Georg Büchner

Ausrufer: „Meine Herren und Damen!“

Meine Herren und Damen! Hier sind zu sehen das astronomische Pferd und der geographische Esel! Die Creatur, wie sie Gott gemacht hat, ist nix, gar nix! Sehen Sie die Kunst! Schon d

Ausrufer · 172 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Woyzeck · Georg Büchner

Alte Frau: „Es war einmal ein arm Kind“

Es war einmal ein arm Kind und hatt’ keinen Vater und keine Mutter — war Alles todt und war Niemand auf der Welt, und es hat gehungert und geweint Tag und Nacht. Und weil es Nieman

Alte Frau · 177 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

Iphigenie auf Tauris · Johann Wolfgang von Goethe

Iphigenie: „Heraus in eure Schatten, rege Wipfel“

Heraus in eure Schatten, rege Wipfel Des alten, heil’gen, dichtbelaubten Haines, Wie in der Göttinn stilles Heiligthum, Tret’ ich noch jetzt mit schauderndem Gefühl, Als wenn ich s

Iphigenie · 363 Wörter · 3 Min. laut gesprochen

Nathan der Weise · Gotthold Ephraim Lessing

Nathan: „Hm! hm! – wunderlich! Wie ist mir denn?“

Hm! hm! — wunderlich! Wie ist Mir denn? — Was will der Sultan? was? — Ich bin Auf Geld gefaßt; und er will — Wahrheit. Wahrheit! Und will sie so, — so baar, so blank, — als ob Die

Nathan · 229 Wörter · 2 Min. laut gesprochen

Dantons Tod · Georg Büchner

Marion: „Meine Mutter war eine kluge Frau“

Nein, laß mich einmal so. Meine Mutter war eine kluge Frau; sie sagte mir immer: die Keuschheit sei eine schöne Tugend. Wenn Leute in’s Haus kamen, und von manchen Dingen zu sprech

Marion · 486 Wörter · 4 Min. laut gesprochen

Dantons Tod · Georg Büchner

Lucile: „Es ist doch was wie Ernst daran“

Es ist doch was wie Ernst daran. Ich will einmal nachdenken. Ich fange an, so was zu begreifen. Sterben — Sterben —! — Es darf ja Alles leben, Alles, die kleine Mücke da, der Vogel

Lucile · 154 Wörter · 1 Min. laut gesprochen

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So wählst du einen Monolog fürs Vorsprechen

  • Dein Spielalter. Nimm eine Rolle in deinem Spielalter und halt dich an die Vorgaben des Vorsprechens.
  • Eine Figur, die etwas von jemandem will. Gertrud redet mit ihrem Mann, Orsina mit Odoardo, Marion mit Danton. Ein Selbstgespräch im leeren Raum am Leben zu halten, ist schwer.
  • Unter drei Minuten, mit einer Wende. Die Figur hört anders auf, als sie angefangen hat. Wenn du kürzen musst, kürz in der Mitte, nie die Wende.
  • In der Komödie nimm ernst, was die Figur will. Frau Marthe will ihren Krug, Ruprecht will recht behalten: Je mehr ihnen daran liegt, desto komischer sind sie.
  • Aus einem Stück, das du gelesen hast. Wer das Stück kennt, versteht die Situation der Figur. Jede Seite nennt den Zusammenhang und die Ausgabe.
  • Nicht den, den alle nehmen. Außer, du hast damit etwas Eigenes zu sagen.

Probe die Szene, nicht nur den Text

Lies auch, was im Stück davor und danach passiert: Mit wem spricht die Figur? Was will sie erreichen? Jede Seite verweist auf die Ausgabe, in der du den Zusammenhang nachlesen kannst. Mit „Diesen Text in qbuddy proben“ kommt nur der Monolog in die App. Willst du die ganze Szene mit den anderen Rollen proben, lade ein Skript hoch, in dem sie vorkommen.

Für ein E-Casting (Self-Tape) mit Dialog liest qbuddy die anderen Rollen mit KI-Stimmen, wie ein Anspielpartner, und du sprichst deine. Mehr dazu auf der Seite App zum Textlernen.

Häufige Fragen

Welche Monologe eignen sich zum Vorsprechen?
Einer, in dem die Figur von jemandem etwas will und der unter drei Minuten bleibt. Hier passen dazu: Gertrud Stauffacher, Emilia Galotti, die Gräfin Orsina, Frau Marthe, Ruprecht, der Ausrufer und die Alte Frau. Die bekanntesten, wie Faust, Tell oder Elisabeth, sind Selbstgespräche und dauern rund drei Minuten: Sie gehen auch, verlangen aber mehr. Alle mit Situation, vollem Text und Ausgabe.
Welchen Monolog nehme ich als Frau?
Das hängt von den Vorgaben des Vorsprechens und von deinem Spielalter ab. Dramatisch: Gretchen, Maria Stuart oder Elisabeth, Iphigenie, Emilia Galotti oder die Gräfin Orsina, Marie, Marion, Lucile. Komisch: Frau Marthe Rull. Kurz: Maria Stuart an die Wolken, Gertrud Stauffacher, Lucile. Frei besetzbar: die Alte Frau und der Ausrufer aus Woyzeck.
Welchen Monolog nehme ich als Mann?
Dramatisch: Faust, Franz oder Karl Moor, Wilhelm Tell, Mortimer, der Graf vom Strahl, Nathan, Woyzeck. Komisch: Ruprecht. Kurz: Karl Moor, Ruprecht, der Prinz aus Emilia Galotti. Frei besetzbar: der Ausrufer und die Alte Frau aus Woyzeck.
Gibt es komische Monologe?
Ja, drei: Frau Marthe und Ruprecht aus dem Zerbrochnen Krug und der Ausrufer aus Woyzeck. Sie sind komisch, wenn du sie ernst spielst. Die meisten Komödien des 20. Jahrhunderts sind noch nicht gemeinfrei, deshalb fehlen sie hier.
Gibt es kurze Monologe?
Ja, acht: Der Filter „kurz“ sammelt die Monologe unter 160 Wörtern, gut eine Minute laut gesprochen: Gretchen zweimal, Maria Stuart, Gertrud Stauffacher, Lucile, Karl Moor, Ruprecht und der Prinz. Für ein erstes Vorsprechen oder ein E-Casting.
Gibt es auch moderne Monologe?
Nein, aus einem klaren Grund: Ein Text wird siebzig Jahre nach dem Tod der Autorin oder des Autors frei; die Rechte an der modernen Dramatik liegen bei den Autorinnen und Autoren und ihren Verlagen. Der jüngste Text hier ist Büchners Woyzeck von 1837. Für einen modernen Text nimm das Textbuch deiner Produktion oder den Monolog aus deiner gekauften Ausgabe und lade ihn in die App.
Kann ich die Monologe als PDF herunterladen?
Nicht direkt. Jede Seite hat einen Link zum Text als TXT-Datei. Ein PDF bekommst du über den Browser: Seite öffnen, drucken, als PDF speichern.
Woher kommen die Texte, und warum steht da „seyn“?
Aus historischen Ausgaben: Erstdrucke und Werkausgaben, transkribiert von Wikisource und vom Deutschen Textarchiv. Welche Ausgabe, steht auf jeder Seite. Die Schreibweise ist die der Ausgabe, mit „seyn“ und „Thor“; beim Sprechen hört das niemand.
Wie bereite ich einen Monolog fürs Vorsprechen vor?
Lern die Szene, nicht nur den Text: Ein Monolog ist eine Antwort auf das, was gerade gesagt wurde. Dann teil ihn in Abschnitte, einen pro Absicht, lern den ersten Satz jedes Abschnitts und sprich den Monolog in drei Tempi. Wie qbuddy dir beim Textlernen hilft, steht auf der Seite „App zum Textlernen“.

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