Maria Stuart · Friedrich Schiller · Zweiter Aufzug, sechster Auftritt
Elisabeth hat Mortimer eben aufgetragen, Maria heimlich zu ermorden; er hat scheinbar zugesagt. Kaum ist er allein, triumphiert er: Als ihr Vertrauter kann er Maria jetzt befreien. Der junge Fanatiker, der für Maria sterben will, redet sich in seinen Plan hinein.
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allein
MortimerGeh’, falsche, gleißnerische Königin!Wie du die Welt, so täusch’ ich dich. Recht ist’s,Dich zu verrathen, eine gute That!Seh’ ich aus wie ein Mörder? Lasest duRuchlose Fertigkeit auf meiner Stirn?Trau nur auf (meinen) Arm und halte (deinen)Zurück, gieb dir den frommen HeuchelscheinDer Gnade vor der Welt, indessen duGeheim auf meine Mörderhilfe hoffst,So werden wir zur Rettung Frist gewinnen!Erhöhen willst du mich – zeigst mir von ferneBedeutend einen kostbarn Preiß – Und wärstDu selbst der Preiß und deine Frauengunst!Wer bist du Ärmste, und was kannst du geben?Mich locket nicht des eiteln Ruhmes Geiz!Bei ihr nur ist des Lebens Reiz –Um sie, in ew’gem Freudenchore, schwebenDer Anmuth Götter und der Jugendlust,Das Glück der Himmel ist an ihrer Brust,Du hast nur todte Güter zu vergeben!Das Eine höchste, was das Leben schmückt,Wenn sich ein Herz, entzückend und entzückt,Dem Herzen schenkt in süßem Selbstvergessen,Die Frauenkrone hast du nie besessen,Nie hast du liebend einen Mann beglückt!– Ich muß den Lord erwarten, ihren BriefIhm übergeben. Ein verhaßter Auftrag!Ich habe zu dem Höflinge kein Herz,Ich selber kann sie retten, ich allein,Gefahr und Ruhm und auch der Preiß sei mein!
Indem er gehen will, begegnet ihm Paulet
Text: de.wikisource.org. Gemeinfrei. Ausgabe: Schiller, Maria Stuart, Cotta, Tübingen 1801 (Transkription: Wikisource). Text herunterladen
Maria Stuart · Friedrich Schiller
O dank, dank diesen freundlich grünen Bäumen, Die meines Kerkers Mauern mir verstecken! Ich will mich frei und glücklich träumen, Warum aus meinem süßen Wahn mich wecken? Umfängt m
Maria Stuart · 108 Wörter · 1 Min. laut gesprochen
Maria Stuart · Friedrich Schiller
O Sklaverei des Volksdiensts! Schmähliche Knechtschaft – Wie bin ichs müde, diesem Götzen Zu schmeicheln, den mein Innerstes verachtet! Wann soll ich frei auf diesem Throne stehn!
Elisabeth · 396 Wörter · 3 Min. laut gesprochen
Wilhelm Tell · Friedrich Schiller
Durch diese hohle Gasse muß er kommen, Es führt kein andrer Weg nach Küßnacht – Hier Vollend ichs – Die Gelegenheit ist günstig. Dort der Hollunderstrauch verbirgt mich ihm, Von do
Wilhelm Tell · 357 Wörter · 3 Min. laut gesprochen