Wilhelm Tell · Friedrich Schiller · Erster Aufzug, zweite Szene
Vor Stauffachers Haus in Steinen. Ihr Mann grübelt seit Tagen; der Landvogt hat ihm gedroht, ihm das Haus zu nehmen. Gertrud stellt ihn zur Rede: Was ihn drückt, soll er mit ihr teilen. Eine Frau, die nicht tröstet, sondern mitdenkt, und die Erste, die zum Aufstand rät.
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Gertrud StauffacherMein lieber Herr und Ehewirth! Magst duEin redlich Wort von deinem Weib vernehmen?Des edeln Ibergs Tochter rühm ich mich,Des viel erfahrnen Mann’s. Wir Schwestern saßen,Die Wolle spinnend, in den langen Nächten,Wenn bei dem Vater sich des Volkes HäupterVersammelten, die Pergamente lasenDer alten Kaiser, und des Landes WohlBedachten in vernünftigem Gespräch.Aufmerkend hört’ ich da manch kluges Wort,Was der Verständge denkt, der Gute wünscht,Und still im Herzen hab ich mirs bewahrt.So höre denn und acht’ auf meine Rede,Denn was dich preßte, sieh das wußt ich längst.– Dir grollt der Landvogt, möchte gern dir schaden,Denn du bist ihm ein Hinderniß, daß sichDer Schwytzer nicht dem neuen FürstenhausWill unterwerfen, sondern treu und festBeim Reich beharren, wie die würdigenAltvordern es gehalten und gethan. –Ists nicht so Werner? Sag es, wenn ich lüge!
Text: de.wikisource.org. Gemeinfrei. Ausgabe: Schiller, Wilhelm Tell, Cotta, Tübingen 1804 (Transkription: Wikisource). Text herunterladen
Wilhelm Tell · Friedrich Schiller
Durch diese hohle Gasse muß er kommen, Es führt kein andrer Weg nach Küßnacht – Hier Vollend ichs – Die Gelegenheit ist günstig. Dort der Hollunderstrauch verbirgt mich ihm, Von do
Wilhelm Tell · 357 Wörter · 3 Min. laut gesprochen
Emilia Galotti · Gotthold Ephraim Lessing
Eben hatt’ ich mich! – weiter von dem Altare, als ich sonst pflege, – denn ich kam zu spät – auf meine Knie gelassen. Eben fieng ich an, mein Herz zu erheben: als dicht hinter mir
Emilia Galotti · 259 Wörter · 2 Min. laut gesprochen
Emilia Galotti · Gotthold Ephraim Lessing
Stecken Sie bey Seite! geschwind bey Seite! – Mir – wird die Gelegenheit versagt, Gebrauch davon zu machen. Ihnen wird sie nicht fehlen, diese Gelegenheit: und Sie werden sie ergre
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